So schützen Sie Ihre Webcam vor potenziellen Hackerangriffen

Viele von uns sind sich der Gefahr bewusst, dass Hacker heutzutage die Möglichkeit haben, unsere persönlichen Webcams zu infiltrieren und die Kontrolle über unsere technischen Geräte zu übernehmen. Da das sogenannte Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) immer mehr an Bedeutung gewinnt, werden unsere technischen Geräte immer häufiger zum Ziel von Cyberkriminellen, die Netzwerke infiltrieren und in einigen Fällen sogar die Kontrolle über externe Webcams übernehmen.

Die Bedrohung durch Cyberkriminalität ist sogar so groß und real, dass sogar Facebook-Gründer Mark Zuckerberg die Webcam seines Computers mit Klebeband abklebt – und das, obwohl er einen der zuverlässigsten und sichersten Laptops überhaupt verwendet, nämlich das MacBook Pro.

Wenn Sie selbst auch eine Webcam verwenden und besorgt sind, dass Hacker auf Ihr System zugreifen könnten, finden Sie im Folgenden ein paar bewährte Tipps, die von Profis verwendet werden, um die Sicherheit zu erhöhen.

Suchen Sie regelmäßig nach Software-Updates und nutzen Sie nur die neuesten Versionen

Von Content-Management-Systemen (CMS ) für Websites bis hin zu Computer-Betriebssystemen und unseren liebsten Apps – eine der einfachsten und häufigsten Methoden für Hacker, sich Zugang zu verschaffen, ist veraltete Software. Entwickler befinden sich in einem ständigen Kampf mit Hackern, die darauf aus sind, Schwachstellen und Hintertüren in ihren Anwendungen aufzuspüren und auszunutzen – wenn Sie also veraltete Software verwenden, sind Sie einem Angriff schutzlos ausgeliefert.

Die meisten Anwendungen und Betriebssysteme fordern Sie deshalb automatisch zur Aktualisierung auf, aber es lohnt sich immer, sicherheitshalber hin und wieder eine manuelle Überprüfung durchzuführen. Wie Sie eine manuelle Überprüfung durchführen, erfahren Sie im Handbuch Ihrer Software.

Installieren Sie eine Firewall

Die Firewall ist die erste Verteidigungslinie gegen Hacker und hilft bei der Überwachung des Datenverkehrs in und aus Ihrem Netzwerk, d. h. sie kann unerwünschte oder unerkannte Zugriffe blockieren, bevor sie zu einem Problem werden. Die meisten modernen Computer werden mit einer eingebauten Firewall ausgeliefert, die jedoch häufig von Ihnen aktiviert werden muss. Auch hier sollten Sie im Handbuch Ihres Geräts nachlesen, wie Sie diese einrichten können.

Vermeiden Sie es, verdächtige oder unbekannte Links anzuklicken

Eine weitere gängige Methode, mit der Hacker in Netzwerke und Geräte eindringen, ist bösartige Software. Diese wird häufig über relativ harmlos aussehende Links eingeschleust. Diese Links werden oft per E-Mail verschickt, können aber auch auf Websites platziert werden. Generell gilt: Wenn Sie die Absenderadresse einer E-Mail nicht kennen, sollten Sie sie gar nicht erst öffnen – und erst recht nicht auf irgendwelche Links klicken oder unbekannte Dateien herunterladen.

Phishing (eine Form des Social Engineering, bei der Hacker das Vertrauen der Benutzer ausnutzen) ist heute eine der häufigsten Angriffsformen innerhalb der Cyberkriminalität – oft mit weitreichenden und verheerenden Folgen.

Mehr Sicherheit für Ihr WLAN

Viele Nutzer neigen dazu, Benutzernamen und Passwörter zu wählen, die sie sich leicht merken können. Das Problem ist hierbei jedoch, dass diese eben deshalb auch von Hackern leicht zu erraten sind. Wenn Sie also zu Hause Ihr WLAN-Netzwerk einrichten, sollten Sie deshalb den Standard-Benutzernamen in einen komplexeren (und schwieriger zu erratenden) Namen ändern und zudem das Standardpasswort ändern. Um die Sicherheit zu erhöhen, sollten Sie Anmeldedaten verwenden, die aus einer Kombination von Buchstaben und Zahlen bestehen.

Decken Sie Ihre Webcam ab – oder stecken Sie sie aus, wenn Sie sie nicht benutzen

In der Vergangenheit haben sich Hacker erfolgreich Zugang zu Webcams verschafft und daraufhin von den Nutzern Geld oder persönliche Daten verlangt (oft mit der Drohung, brisante Bilder zu veröffentlichen). Wenn Sie völlig sicher sein wollen, dass niemand auf Ihre Webcam zugreifen kann, sollten Sie den Stecker ziehen, wenn Sie sie nicht benutzen. Wenn die Webcam eingebaut ist, sollten Sie diese abkleben, so wie es auch Zuckerberg tut. Bei eingebauten Webcams leuchtet normalerweise ein Licht auf, wenn sie in Betrieb sind. Hackern kann es jedoch gelingen, diese Funktion zu umgehen, das bedeutet, dass Ihre Webcam in Betrieb sein könnte, ohne dass Sie dies merken.

Verwenden Sie ein virtuelles privates Netzwerk (VPN)

Wenn Sie neben Ihrer Webcam auch Ihre Online-Aktivitäten absichern möchten, sollten Sie ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) verwenden, das Sie hinter einer virtuellen Verbindung verbirgt und dadurch schützt. Ein VPN ist besonders wichtig, wenn Sie regelmäßig in offenen und öffentlichen WiFi-Netzwerke surfen.

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